Ausführungsbeleg

Ein Ausführungsbeleg ist der Eintrag, der nach einer Agenten-Handlung festhält, was ausgeführt wurde, und auf den zugehörigen Entscheid und das Mandat verweist.

Erst der Beleg verbindet die Erlaubnis mit dem tatsächlichen Geschehen. Verweist er auf einen anderen Entscheid oder ein anderes Mandat, ist die Ausführung nicht gedeckt. Belege werden verkettet, damit keiner unbemerkt fehlen oder sich ändern kann.

Beispiel

Nach einer Bestellung schreibt der Agent einen Beleg: Handlung, Betrag, Händler, Zeitpunkt und Verweis auf den Entscheid. Der Beleg kommt in eine Kette, sodass sich später nichts unbemerkt ändern lässt.

Abgrenzung

Ein Protokolleintrag ist eine Zeile im eigenen System, ein Ausführungsbeleg ein signierter, verketteter Nachweis, den Dritte prüfen können. Die Quittung des Händlers belegt die Zahlung, der Ausführungsbeleg den Bezug zu Mandat und Entscheid.

In der Praxis

  • Schreiben Sie den Beleg unmittelbar nach der Ausführung und mit den tatsächlichen Werten, nicht mit den geplanten. Nur so zeigt der Vergleich mit dem Entscheid echte Abweichungen.
  • Verweisen Sie im Beleg auf Entscheid und Mandat über ihre Kennungen, damit eine Prüfstelle die Kette von der Erlaubnis bis zur Ausführung lückenlos nachvollziehen kann.
  • Hängen Sie jeden Beleg an eine Beleg-Kette und sichern Sie die Kette regelmässig mit einem Zeitstempel, damit sich der Zeitpunkt unabhängig belegen lässt.

Bezug zu KYA

KYA prüft, ob der Beleg zur erlaubten Handlung passt, etwa Betrag und Gegenpartei, und ob er auf den richtigen Entscheid verweist.

Zugehöriger Prüfschritt: Ausführungsbeleg (execution_binding). Verweist der Beleg auf genau diesen Entscheid und dieses Mandat?

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Häufige Fragen

Was ist ein Ausführungsbeleg?

Ein signierter Nachweis darüber, was ein Agent tatsächlich ausgeführt hat, mit Verweis auf den Entscheid und das Mandat.

Wozu braucht es einen Beleg, wenn es einen Entscheid gibt?

Der Entscheid sagt, was erlaubt war, der Beleg, was geschah. Erst der Vergleich zeigt, ob die Ausführung dem Entscheid entsprach.

Wo werden Belege aufbewahrt?

In einer Beleg-Kette, in der jeder Eintrag den Hash des vorherigen enthält. Optional sichert ein Zeitstempel den Zeitpunkt unabhängig ab.

Was gehört in einen Ausführungsbeleg?

Die ausgeführte Handlung mit ihren tatsächlichen Werten, etwa Betrag und Gegenpartei, der Zeitpunkt, der Verweis auf Entscheid und Mandat sowie der Hash des vorherigen Belegs.

Kann ein Beleg nachträglich korrigiert werden?

Nicht unbemerkt. Eine Korrektur wird als neuer Beleg angehängt, der auf den ursprünglichen verweist. So bleibt die Geschichte vollständig und prüfbar.

Wer signiert den Ausführungsbeleg?

Das System, das die Handlung ausgeführt hat, etwa das Gateway oder der Dienst des Agenten. Wichtig ist, dass sein Schlüssel der Prüfstelle bekannt ist, damit der Beleg einer verantwortlichen Stelle zugeordnet werden kann.

Quellen

  1. KYA-Prüfprofil

Verwandte Begriffe