Fehlerreferenz: Ausführungsbeleg

Verweist der Beleg auf genau diesen Entscheid und dieses Mandat?

Ein Entscheid sagt, was erlaubt war; ein Beleg zeigt, was geschah. Dieser Prüfschritt vergleicht beides: ob der Beleg auf den richtigen Entscheid verweist und ob Handlung, Betrag und Gegenpartei im Beleg zu Entscheid und Mandat passen.

Fehlt ein Beleg, ist nicht belegt, dass die Handlung so ausgeführt wurde wie entschieden. Das Ergebnis kann dann nicht die höheren Stufen erreichen.

Eine Abweichung zwischen Beleg und Entscheid ist dagegen ein klarer Befund: Die Ausführung entsprach nicht der Erlaubnis.

receipt_decision_mismatch

Der Beleg verweist auf einen anderen Entscheid.

Ursache: Der Beleg passt nicht zum Entscheid: Handlung, Betrag oder Gegenpartei weichen ab, oder der Beleg verweist auf einen anderen Entscheid.

Behebung: Untersuchen Sie die Abweichung: Die Ausführung entsprach nicht der Erlaubnis. Belege müssen die tatsächlichen Werte und den richtigen Entscheid nennen.

receipt_mandate_mismatch

Der Beleg verweist auf ein anderes Mandat.

Ursache: Der Beleg passt nicht zum Mandat, etwa weil er eine Handlung ausserhalb seiner Grenzen festhält oder auf ein anderes Mandat verweist.

Behebung: Prüfen Sie, unter welchem Mandat die Handlung tatsächlich erfolgte, und legen Sie das passende Mandat bei.

no_receipt

Kein Ausführungsbeleg vorhanden.

Ursache: Es liegt kein Beleg vor. Damit ist nicht belegt, dass die Handlung so ausgeführt wurde wie entschieden.

Behebung: Erzeugen Sie nach jeder Ausführung einen signierten Beleg mit Verweis auf den Entscheid und legen Sie ihn bei.

no_decision_reference

Der Beleg nennt keinen Entscheid.

Ursache: Der Beleg verweist auf keinen Entscheid. Es bleibt offen, auf welcher Erlaubnis die Ausführung beruhte.

Behebung: Nehmen Sie in jeden Beleg die Kennung des Entscheids auf, auf dem die Ausführung beruht.

Häufige Situationen

Kein Beleg: Viele Systeme halten Entscheide fest, schreiben nach der Ausführung aber keinen signierten Beleg. Dann ist nicht belegt, dass die Handlung so ausgeführt wurde wie entschieden. Ergänzen Sie einen Beleg nach jeder Ausführung.

Geplante statt tatsächliche Werte: Schreibt ein System den Beleg mit den Werten des Entscheids statt mit den tatsächlichen, bleiben Abweichungen unsichtbar. Belege gehören mit den tatsächlichen Werten geschrieben.

Fehlender Verweis: Ohne Kennung des Entscheids lässt sich der Beleg keiner Erlaubnis zuordnen.

So testen Sie diesen Schritt

Das Beispiel «Manipulierte Beleg-Kette» auf der Prüfseite zeigt, wie eine nachträgliche Änderung an einem Beleg auffällt. Für Abweichungen zwischen Beleg und Entscheid enthalten die öffentlichen Testvektoren eigene Fälle, die Sie mit der Kommandozeile kya-verify prüfen können. Vergleichen Sie dabei Betrag und Gegenpartei im Beleg mit den Werten im Entscheid.

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